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Bestand: 14

 

Porträt l Biografie

  

 

Sonntagspaddler, 1958
Lithografie, vierfarbig, o. A., 37,5 cm 48 cm

  

 

Gartenlandschaft, 1966
Lithografie, o. A., 34,2 x 45 cm

  

 

Im Motorboot (auf der Wolga), 1967
Lithografie, o. A., 39,5 x 50,6 cm

  

 

Frühling, 1969
Lithografie, o. A., 40 x 38,5 cm

  

 

Am Strand, 1972
Holzschnitt, o. A., 35 x 41,2 cm

  

 

Die Kahnfahrer, 1973
Holzschnitt, o. A., 35 x 43,3 cm

  

 

Sommer, 1973
Holzschnitt, o. A., 32 x 40 cm

  

 

Verstecke bauen, 1973
Holzschnitt, 40 x 40 cm

  

 

Sisyphos behaut den Stein, 1973/94
Holzschnitt, 19/20, 34,9 x 37,6 cm

  

 

Strandkörbe, 1974
Holzschnitt, E. A., 23,8 x 29,7 cm

  

 

Dämmerung, 1980
Linolschnitt, o. A., 58 x 77,8 cm

  

 

November im Vogtland, 1981
Linolschnitt, 16/30, 34,6 x 48,4 cm

  

 

Richard im Garten, 1981
Linolschnitt, 40,6 x 50,1 cm

  

 

Trotz alledem, 1981/97
Linolschnitt, koloriert, 14/30, 45,8 x 45,7 cm

   

 

Biografie

 


  Wolfgang Mattheuer
wurde am 7. April 1927 in Reichenbach/Vogtland geboren. Sein Vater war Buchbinder in dem polytechnischen Betrieb Carl Werner. Von 1933 bis 41 besuchte er die Schule in Reichenbach. Während seiner Lithographenlehere in der Firma Carl Werner nahm er an Zeichenkursen des Betriebes teil. 1944 wurde er als Soldat eingezogen, verwundet und gefangengenommen. 1945 floh er und kehrte nach Reichenbach heim. Zwischen 1946 bis 47 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Leipzig und zwischen 1947 bis 51 studierte er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Von 1951 bis 52 war Mattheuer Grafiker bei der Illustrierten Rundschau in Berlin. 1953 kehrte er nach Leipzig zurück, arbeitete freischaffend als Gebrauchsgrafiker und bildete sich autodidaktisch in der Malerei. Ab 1953 übte Mattheuer Lehrtätigkeiten an der Hochschule für Grafik- und Buchkunst in Leipzig aus, zuerst als Assistent, ab 1956 als Dozent und ab 1965 als Professor. Neben Bernhard Heisig und Werner Tübke war er ein Hauptvertreter der sogenannten Leipziger Schule. Ab 1954 beteiligte er sich an den regelmäßig stattfindenden Bezirkskunstausstellungen Leipzigs. Die Besuche der Picasso-Ausstellung in Hamburg und der Beckmann-Ausstellung in Westberlin hinterließen 1955 bleibende Eindrücke. 1958 fand seine erste Einzelausstellung in der Kunsthandlung Engewald in Leipzig statt. Er beteiligte sich an der IV. Deutschen Kunstausstellung in Dresden, seitdem an allen weiteren bis zum Jahre 1988. 1963 fand seine erste Museums-Ausstellung im Staatlichen Lindenau-Museum Altenburg statt. Mattheuer wandte sich der Malerei zu. 1965 erwarb die Staatliche Galerie Moritzburg Halle als erstes Museum ein Bild von Mattheuer, das Bild »Kain«. Ab 1967 wurde der Holzschnitt und ab 1979 der Linolschnitt zur bevorzugten druckgrafischen Technik. 1968 erhielt Mattheuer den Kunstpreis der Stadt Leipzig. 1971 fand die erste umfassende Einzelausstellung von Malerei, Zeichnung und Druckgrafik im Staatlichen Museum Schwerin statt. Mattheuer begann mit plastischen Arbeiten. 1972 erwarb Hartmut Koch die ersten drei Grafiken und legte damit den Grundstock für seine Sammlung des druckgrafischen Gesamtwerkes von Wolfgang Mattheuer. 1973 erhielt Mattheuer den Kunstpreis der DDR. 1974 legte er sein Lehramt an der Hochschule für Grafik und Buchkunst nieder. Im gleichen Jahr erwarb die Hamburger Kunsthalle als erstes Museum außerhalb der DDR ein Gemälde Mattheuers: »Alter Genosse am Zaun«. 1975 wurde ihm der Nationalpreis der DDR für Kunst und Literatur II. Klasse verliehen, die Monographie über ihn von Lothar Lang erschien, ebenso das Heft in der Reihe »Maler und Werk« von Wolfgang Hütt. 1977 beteiligte er sich an der »dokumenta 6« in Kassel und der Sammler Peter Ludwig in Aachen begann mit dem Aufbau der umfangreichsten und wichtigsten Privatsammlung von Werken Mattheuers. 1978 zeigte das Museum der bildenden Künste Leipzig eine umfassende Retrospektive zu seinem Werk und 1988 die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. Im gleichen Jahr erschien die umfassende Monographie von Heinz Schönemann über Mattheuer. An den Montagsdemonstrationen in Leipzig im Jahre 1989 nahm Mattheuer aktiv teil. 1993 wurde er als Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg berufen, aus der er ein Jahr später aus Protest gegen Intoleranz wieder austrat. 1993 erhielt er das Verdienstkreuz I. Klasse zum Verdienstorden der BRD. Anlässlich seines 75. Geburtstages im Jahre 2002 wurde die Retrospektive. »Gemälde, Zeichnungen, Plastik« in den Kunstsammlungen Chemnitz gezeigt. Wolfgang Mattheuer hatte viele Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u. a. in Aachen, Altenburg, Aschaffenburg, Berlin, Bonn, Brüssel, Capri, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Esslingen, Frankfurt am Main, Gera, Gratz, Halle (Saale), Hamburg, Hameln, Hannover, Heidelberg, Koblenz, Köln, Krakow, London, Lund und Söderlje (Schweden), Mexiko-City, München, Münster, New York, Nürnberg, Oberhausen, Osnabrück, Reutlingen, Saarbrücken, Salzburg und Schwerin.
Arbeiten von Wolfgang Mattheuer befinden sich in Museen in: Aachen, Altenburg, Berlin, Bonn, Budapest, Dresden, Frankfurt/Oder, Halle, Hannover, Heilbronn, Köln, Nürnberg, Oberhausen, Peking, Schwerin, Stuttgart, St. Petersburg, Weimar, Wien, sowie in der Kunstsammlung der Berliner Volksbank.
Am 7. April 2004, an seinem 77. Geburtstag, verstarb Wolfgang Mattheuer.

 

 

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