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Bestand: 16

 Druckgrafik l Zeichnung

Porträt l Biografie

 

 

Druckgrafik

 

 

 

Ohne Titel, 60er Jahre
Holzschnitt, 13 x 18 cm

  

 

Ohne Titel, 60er Jahre
Holzschnitt, 13 x 18 cm

 

 

Zeichnung

 

 

Abstrakte Komposition, 1974
Aquarell/Stift, 17,1 x 24,6 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1974
Aquarell/Stift, 16,9 x 23,4 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1975
Aquarell/Stift, 15,1 x 20,3 cm

 

 

Kleine Landschaft mit Haus, 1987
Aquarell/Stift, 13 x 16 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Feder/Tusche, 20,2 x 13,1 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Feder/Tusche, 19,1 x 15 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Pinsel/Tusche, 14,2 x 19,2 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Pinsel/Tusche, 14,2 x 17,9 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Filzstift, 15,1 x 19,1 cm

 

 

Ohne Titel, o. J.
Filzstift, 13,9 x 17,8 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1972
Aquarell/Filzstift, 10,5 x 13,5 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1972
Aquarell/Stift, 10,8 x 15,5 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1972
Aquarell/Filzstift, 14,3 x 10,2 cm

 

 

Abstrakte Komposition, 1975, Aquarell/Stift, 15,1 x 21,6 cm


 

 

Biografie
 

 


 

Albert Hennig wird am 7. Dezember 1907 in Kleinzschocher, einer Industrievorstadt von Leipzig als Sohn eines Bauarbeiters geboren. Mit mehreren Geschwistern wächst er in einem proletarischen Milieu auf, das sein soziales Gewissen früh ausprägt und seinen Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse schärft. Nach der Volksschule beginnt er eine Lehre als Betonbauer, nach deren Abschluss arbeitet er zunächst in Leipzig und dann in verschiedenen Regionen Deutschlands. 1928 tritt er der SPD bei. Im gleichen Jahr kauft er sich vom mühsam ersparten Geld eine Rollfilmkamera und beginnt zu fotografieren, weniger mit künstlerischen als mit sozialen Absichten. Es gelingt ihm, Alltagsszenen aus der Bedeutungslosigkeit herauszuheben und zu monumentalen Bildern zu verdichten.
In den Jahren 1929 bis 1931 ist Hennig arbeitslos. Mit seinen Fotos bewirbt er sich am Bauhaus in Dessau und beginnt 1932 mit dem Studium, zunächst bei Josef Albers, dann bei Hinnerk Scheper, Joost Schmidt und Walter Peterhans. Zu Mies van der Rohe und zu Kandinsky hat er »ab und zu einmal reingeschaut«. Das Erbe von Paul Klee wirkte am Bauhaus weiter, obwohl dieser bereits als Lehrer an der Akademie in Düsseldorf tätig war. Am Bauhaus begann auch die Freundschaft mit Carl Marx, dem Dessauer Maler. Nach dem Wahlsieg der Nazis in Sachsen-Anhalt wird das Bauhaus gezwungen, Dessau zu verlassen, es siedelte nach Berlin-Steglitz über, wo Mies van der Rohe es als privates Lehrinstitut weiterführt. 1933 schließlich erzwingen die Nationalsozialisten auch hier dessen Auflösung. Albert Hennig ist wieder arbeitslos. Von 1935 bis 1945 wird er als Betonbauer zwangsverpflichtet. Ein Luftangriff auf Leipzig im Jahre 1943 zerstört seine Wohnung und damit fast sein gesamtes Frühwerk. 1945 zieht Albert Hennig mit seiner Frau Edit, die er 1941 geehelicht hatte, nach Zwickau, wo er die Gruppe »Bildender Künstler« im Kulturbund der Stadt mitbegründet. Von 1948 bis 1951 wirkt er als deren Sekretär. Mit dem Ziel, für eine sozial gerechte Gesellschaft zu wirken, tritt Albert Hennig 1948 in die SED ein.
Von 1952 bis 1953 ist er als Referent für Bildende Kunst im Bezirk Chemnitz tätig.
1952 wird er Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands. Es entstehen erste abstrakte Arbeiten, die unter anderem zustimmende Aufmerksamkeit durch den Kunstwissenschaftler Will Grohmann finden. 1949 hat er seine erste Ausstellung in der Galerie Henning in Halle. Mit dem Beginn der »Formalismusdebatte« in der DDR, in deren Ergebnis die Künstlerschaft auf das Dogma des sozialistischen Realismus eingeschworen werden sollte, gerät Hennig immer mehr in Widerspruch zur offiziellen Kulturpolitik. Seine sozialen Utopien in der SED verwirklichen zu können, sieht er als gescheitert an und tritt folgerichtig aus der Partei aus. Ab 1953 ist er wieder als Betonbauer tätig. Diesen Beruf übt er bis zum Eintritt in das Rentenalter im Jahre 1972 aus. Hennig widmet sich nun wieder ganz seiner künstlerischen Arbeit. Es entstehen poesievolle Landschaften und Darstellungen genau beobachteter Menschen, daneben freie Kompositionen, die den Gegenstand mitunter nur noch erahnen lassen. Seine Bildordnung entfaltet sich im keinen Format, höchstens bis zum Format A3. Neben Aquarellen schafft er Pastelle, Monotypien, Holzschnitte und eine wahre Flut von Zeichnungen. 1972 richtet Georg Brühl in der »Galerie oben« in Chemnitz eine große Personalausstellung für Albert Hennig aus. Es folgen Ausstellungen in verschiedenen Städten. 1978 gibt der Leipziger Galerist Hans Peter Schulz Hennigs Fotografien der 20er und 30er Jahre in einer Edition heraus. Ab 1989 erweitert sich die Ausstellungstätigkeit auf den westlichen Teil Deutschlands, auf die Schweiz und Frankreich.
1991 erhält Hennig den Kunstpreis der Stadt Zwickau und 1996 das Bundesverdienstkreuz.
Ein Jahr später wird er Ehrenbürger der Stadt Zwickau, wo er am 14. August des Jahres 1998 verstirbt.

 

 

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